Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)

Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)

Der Blaue Lotus, auch bekannt unter seinem botanischen Namen nymphaea caerulea, gehört zur Gattung der Seerosen. Im Englischen trägt die Pflanze den Namen Sacred Blue Lily of the Nile. Das Verbreitungsgebiet ist groß und reicht bis Südafrika. Schon im alten Ägypten war der blaue Lotus eine relevante Pflanze, die aus Ritual- und Medizinzwecken benutzt wurde. Die Ägypter wertschätzten ihre Duftstoffe und benutzten sie als Dekoration und Verzierung für Haare. Auch wurden die Blüten der blauen Lotus in die Gräber der Verstorbenen gelegt. Die Blühzeit der Pflanze ist im Frühling. Die violettblauen Blüten öffnen sich vormittags und schließen sich nachmittags. Über Nacht sind sie geschlossen. Die Pflanze vermehrt sich über ihre Samen.

Zusammensetzung

Die chemische Zusammensetzung der violetten Pflanze ist umstritten und nicht genau erforscht. Angebliche Wirkstoffe sind unter anderem die Alkaloiden Nuciferine und Aporphine sowie die mit Dopaminen verwandten Apomorphine. Auch Bestandteile von Flavonoiden lassen sich finden, dennoch ist die genaue Zusammensetzung ungewiss.

Wirkung auf Psyche und Körper

Der Pflanze werden mehrere Wirkungen zugeschrieben. Psychisch wird oft eine narkotische und leicht hypnotische Wirkung erwähnt. Durch den Harzextrakt kann die Pflanze auch halluzinogen wirken. Aufgrund des Herabsetzens der sozialen Hemmungen empfinden berauschte Personen mehr Empathie und Mitgefühl. Die berauschende Wirkung stellt nervöse Menschen ruhig und kann auch bei Schmerzen betäubend sein. Manche berichten von einer gesteigerten Libido, vor allem in Kombination mit Alkohol. Beim Rauchen wirkt der blaue Lotus wie leichtes Marihuana – Personen im Rausch werden friedvoll. Auch auf das Träumen kann der blaue Lotus eine vorteilhafte Wirkung haben, vor allem hilft es beim luziden Träumen. Auch berichten manche von einer veränderten Farbwahrnehmung. Es klärt den Geist und kann auch zur Meditation oder auch als leichtes Antidepressivum verwendet werden. Die Wirkungen lassen sich somit auf folgendes zusammenfassen: beruhigend, betäubend, schmerzlindernd, leicht euphorisch, erregend, farbverändernd und leicht halluzinogen.

Konsumformen

Es gibt zahlreiche Methoden, die Pflanze zu konsumieren. Wirkung und Darbietung sind dabei jeweils unterschiedlich. Unter anderem lässt sich blauer Lotus als Tee konsumieren. Dabei werden etwa ein bis zwei Teelöffel, also ungefähr fünf bis zehn Gramm der getrockneten Blüten, ins vorher gekochtes Wasser gelegt. Die Blüten sollten bis zu zehn Minuten einziehen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Ein Teesieb oder auch ein Teeei sind hierbei von Vorteil, um die Blüten darin zu legen. Die Wirkung ist nicht sonderlich stark und braucht etwa eine halbe Stunde, bis sie zur Geltung kommt.
Die Blätter der Lotus Pflanze können auch geraucht werden. Dies kann entweder in Form eines Joints erfolgen oder in einer Bong. Das Mischungsverhältnis von Lotus und Tabak sollte zwei zu eins sein. Die Wirkung beim Rauchen beträgt ungefähr 30 Minuten.
Die Extrakte haben im Gegensatz zu den getrockneten Blättern eine leicht stärkere Wirkung. Sie sind fein pulverisiert und es ist schwierig, sie mit Tabak zu vermischen. Deshalb eignen sie sich gut für den Vaporizer. Der bittere Geschmack entweicht hier gut und es wird eine geringere Menge verbraucht. Die Wirkung der Pflanze ist hier länger als beim Rauchen und kann bis zu einer Stunde oder auch mehr dauern.
Auch in Kombination mit Alkohol kann der blaue Lotus konsumiert werden. Hierbei berichten berauschte Personen von einer stärkeren Wirkung, vor allem einer Steigerung der Libido und Nachlassen von Potenzproblemen. Die getrockneten Blüten werden über Nacht – damit die Wirkung sich voll entfalten kann – in eine Flasche Weißwein gelegt. Das bittere Getränk kann nun einfach normal getrunken werden. Ideales Mischungsverhältnis: für einen Liter Wein etwa vier bis fünf Teelöffel getrockneter Blüten. Wichtig: die Flasche gut verschließen.
Bei allen Konsumformen ist zu beachten, dass die Angaben lediglich Richtwerte sind. Da die Wirkung bei jedem Menschen individuell und unterschiedlich verlaufen kann, ist es gut möglich, dass andere Dosierungen nötig sind, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Eine gute Mischung lässt sich durch ein Herantasten erarbeiten.

Legalität

Die Pflanze ist in Deutschland legal und eine interessante Alternative zu Haschisch und anderen illegalen Substanzen. Es gibt keine gesetzlichen Einschränkungen und die Pflanze sowie ihre Bestandteile können in dementsprechenden Shops – auch online – erwerbt werden. Es gehört somit zu den Legal Highs und ist einfach zu konsumieren.

Eventuelle Nebenwirkungen

Die blaue Lotuspflanze hat ein geringes Abhängigkeitspotenzial. Dennoch sind Nebenwirkungen noch nicht erforscht worden. Da die Pflanze noch recht unbekannt ist, vor allem im deutschen Raum, gibt es wenige Untersuchungen. Deshalb sollten vorab einige Sicherheitsvorkehrungen im Auge behalten werden. Beispielsweise sollten Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsstörungen vom Genuss des Mittels absehen genauso wie auch Personen mit ernsthaften psychischen Erkrankungen. Es gibt bis jetzt wenige Erkenntnisse über die Langzeitfolgen des Konsums des blauen Lotus. Auch sollten beim Rausch keine Kraftfahrzeuge geführt werden. Situationen im Alltag könnten gefährlich werden, vor allem im Bezug des Reaktions- und Urteilsvermögens. Das Nehmen erfolgt auf eigene Gefahr.

Bild von Peripitus – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3753954

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